Brennholz: Scheit, Briketts, Pellets oder Hackschnitzel kaufen?

Erneuerbare Heiz-Energie aus Brennholz ist im Trend. Neben den steigenden Kosten für Heizöl und der Diskussion über den CO2-Ausstoß, der bei der Wärmegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas entsteht, gibt’s dafür eine ganz einfache Ursache:

Heizen mit Brennholz ist komfortabel

Das war man nicht gewohnt: Als Eigentümer eines Festbrennstoff-Kessels kann man endlich ebenso die Füße hochlegen wie die Nachbarn mit der Ölheizung und die ganzen Hausbesitzer, die ihre Wärme ohne viel Schweiß aus Erdgas-Tanks oder der Ferngas-Leitung beziehen. Holz hacken hinterm Haus für die Fütterung des Kanonenöfchens gehört zur Vergangenheit, einzig für den Kachelofen werden noch ein paar Festmeter Scheiter gehackt oder – einfacher – günstig gekauft.

PelletsHolzpellets sind gepresstes Sägemehl oder Hobelspäne in Form von Pillen oder kleinen Zylindern, die im Unterschied zu altbekannten Holzbriketts wegen ihrer Form und Größe wie Wasser fließen. Der Heizstoff-Händler liefert das Brennmaterial in Big Bags oder im Tank-LKW bis zur Haustür, von dort werden die Pellets in einen Tankraum gepumpt. Die Heizung saugt Brennmaterial in Form von Pellets genau nach Wärmebedarf vom Tankraum über eine Förderschnecke zum Brenner und heizt den Wohnraum aufs Grad genau wohlig warm ein.

Kleiner Verbraucher, die etwa nur einen Pellets-Kaminofen heizen wollen, kaufen ihre Pellets alternativ in Säcken von je 15 Kilogramm auf Paletten mit rund einer Tonne Gesamtgewicht.

Pellets-Alternative: Hackschnitzel als Brennholz

Sturmbruch, Schadholz und ähnlich schwer verwertbares Holz, dass nicht mal mehr als Scheitholz verwendbar ist, wird in Häckslern zerrissen und ähnlich dem Brenner wie bei der Pelletsheizung über Fördereinrichtungen zugeführt. Wegen der gröberen Körnung des Brennholzes sind diese Fördereinrichtungen aber mechanisch anspruchsvoller und störungsanfälliger. Hackschnitzel werden gerne von Betreiben zur Wärmeerzeugung verwendet, die “an der Quelle” sitzen: Sägewerke, Waldbesitzer oder Forstwirte.

Energiekosten im Vergleich

Bestimmend für die Energiepreise bei fossilen Brennstoffen, also Erdöl und Erdgas, ist zum einen der Preis von Rohöl, zum anderen der Wechselkurs des Dollars. Zusätzlich bedient sich der Statt im form von Steuern. Die beiden ersten Faktoren sind für den Preis von Brennholz eigentlich irrelevant – trotzdem orientieren sich natürlich auch die Preise von alternativen Wärmeenergiequellen an dem Niveau, das von Öl und Gas vorgegeben wird.

Ökologische Aspekte der Holzverbrennung

Brennholz enthält auf Grund der Entstehung eine Reihe von chemischen Elementen, die der Baum während des Wachstums aus dem Boden und der Luft aufgenommen und im Holz gespeichert hat. Der durch Photosynthese erzeugte Kohlenstoff steht hier natürlich an erster Stelle der durch die Verbrennung wieder in die Luft gelangenden Stoffe. Auf lange Sicht ist die Verbrennung von Holz ist aus diesem einfachen Grund daher wirklich CO2-neutral.

Wenns nur dabei bliebe… Aber zusätzlich entstehen bei der Verbrennung so ätzende Gase wie Schwefeldioxid oder Schwermetallverbindungen und verschieben damit die Umweltbilanz der Holzverbrennung ins Negative – ein Faktor, der von den Fürsprechern von Kachelöfen und Hackschnitzelheizungen selten erwähnt wird.

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