Carport oder Garage - Vorteile und Nachteile

Das Auto trieft im Regen, die Scheiben müssen erst vom Kondensat freigewischt werden, ein dicker Eispanzer legt sich über Türschlösser und Scheibenwischer, die Motorhaube verschwindet unter einem Schneepolster: Mit solch unkomfortablen Zuständen hadern viele Autofahrer am Morgen, wenn sie eigentlich nur in ihren Wagen steigen und wegfahren möchten.

Der Auto-Abstellplatz unter der “Laterndlgarage” muss ersetzt werden, aber womit? Schnell soll es gehen, die Kosten sollen im Budgetrahmen bleiben und das Auto soll nicht nur vor Schnee oder Hitze geschützt werden, sondern auch vor Diebstahl oder dem unvorsichtigen Nachbarssohn, der gerade seine ersten wackligen Fahrversuche auf dem Mofa unternimmt. Eine Garage oder ein Carport wären also zu bauen.

Wie so oft bei Investitionsentscheidungen haben beide Alternativen ihre Vorteile und Nachteile. Garagen sind im Allgemeinen teurer als Carports, dafür schützen sie besser vor Dieben oder Vandalen. Auch die Zündkabel und Kühlerschläuche sind besser vor bissigen Mardern geschützt. Ein paar zusätzlich Quadratmeter Grundfläche lassen aus einer Garage rasch ein praktisches Nebengebäude mit Werkstatt, Lagerraum für Gartengeräte oder Abstellkammer für Werkzeug, Autoreifen oder Dachträger entstehen, ohne dass die Baukosten proportional anschwellen.

Codeschloss für GaragentorAber auch wenn das stabile Garagentor dazu verleitet, seinen Besitz in der Garage in Sicherheit zu glauben, so darf man doch nicht übersehen, dass die Schlösser und Verriegelungen von Garagentoren Einbrechern nicht den selben Widerstand entgegen stellen wie eine moderne Haustür mit Sicherheitsbeschlägen. Schon die Not-Entriegelung des Torantriebs ist eine potentielle Schwachstelle, die mit haushaltsüblichem Werkzeug ohne viel Aufwand zu knacken ist.

Vollkommen flexibel und an den Wünschen des Bauherrn ausgerichtet sind individuell geplante und gemauerte Garagen. Wer’s etwas billiger, dafür aber auch ein wenig standardisierter möchte, wählt besser eine Fertiggarage, die wie ein Fertighaus vom Hersteller auf das vorbereitete Fundament montiert wird und nur mehr an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen werden muss.

Am günstigsten kommt man mit einem Carport-Bausatz zum Selberbauen aus dem Baumarkt zu einem Dach über dem Auto. Ab etwa 1.000 Euro erhält man die maßgenau zugeschnittenen Balken und Dachelemente aus Holz, die Verbindungselemente und eine Anleitung zum Aufbau. Bauseits reichen oft einfache Punktfundamente, in die verzinkte H-Anker zur Befestigung der Stützbalken einbetoniert werden.

Optisch und technisch hochwertigere Carport-Lösungen setzen auf langlebigere Holzarten wie etwa Lärche oder solide Bauweisen aus Aluminium, Stahlträgern oder Compound-Materialien. Mit diesem mechanisch belastbaren Konstruktionen lässt sich auch ein Carport mit Gründach realisieren, so dass der Autobesitzer zumindest einen kleinen Teil der Umweltlast und des CO2-Verbrauchs wieder kompensieren kann.

Kommentare

  1. Wir haben uns diese Frage in diesem Jahr auch gestellt und letztendlich haben wir uns für ein Carport entschieden. Vor allen Dingen die unterschiedlichen Designs haben uns überzeugt. Hinzu kam dann noch der Preis, der gegenüber einer Garage doch günstiger war. Wir haben unsere Entscheidung bisher nicht bereut. Ich hoffe, dass dies auch so bleibt, wenn der erste richtige Schnee fällt.

    — Danny · 8. Dezember 2011, 09:44 · #